Necknamen
Necknamen
In den Zeiten, als man noch dörfliche Gemeinschaften kannte, blieb es nicht aus, dass man Leute aus anderen Ortschaften ein bisschen necken wollte. Das war besonders im Wirtshaus eine beliebte Beschäftigung. Trieb man es zu bunt, musste man riskieren, eine handfeste Abreibung zu bekommen. Manchmal wurden Rauferein nur durch das Zurufen von Spitznamen geradezu provoziert. Reime und Schnaderhüpferl wurden auch gerne von den Kirchweihbuben bei der Kirchweih oder beim Tanz um den Kirchweihbaum gesungen.
Zuweilen bezogen sich die Spitznamen auf Begebenheiten in einer bestimmten Ortschaft, oft waren auch landwirtschaftliche Bedingungen wie Bodenbeschaffenheit, bestimmte Produkte oder eben nur eine Besonderheit der Grund für den „Spitznamen“.
Dabei darf man nicht vergessen, dass das echte Fränkisch auch ziemlich derb sein kann. Selten einmal diente diese Derbheit aber dazu, jemanden zu beleidigen. Auch das Verrichten eines durchaus menschlichen Bedürfnisses hinsichtlich einer gewissen Erleichterung musste oft für die Bildung eines Spitznamens herhalten.
So hat diese Aufzeichnung nur den Charakter der Bewahrung von ehemals Bekanntem, sie soll in keiner Weise irgend jemanden treffen oder gar beleidigen!
Lesehinweis:
Die Buchstabenverbindung „ei“ wird in Franken auf verschiedene Weise gesprochen.
Einmal so, wie bei einem Hühnerei. Dann ist das „ei“ normal geschrieben: dei Hemmad hengd raus – dein Hemd hängt heraus.
Ist hinter dem „e“ ein Bindestrich eingefügt (e-i), muss man sowohl das „e“, wie das „i“ zwar zusammen und dennoch einzelnbetont sprechen: Etz kummt de-i scho widdâ! – Jetz kommt die (eine Frau) schon wieder. Etwa so wie wenn man das englische „Hey“ spricht.
Die Endung –er wird oft als dunkler „a“-Laut gesprochen:
dâ Vaddâ - der Vater
Dieser Laut wird als a mit einem Dächlein darauf â dargestellt.
| Ortsname | PLZ | Neckname | Erklärung |
| Abenberg | 91183 | Globfâ |
Klopfer Die Abenberger mussten viel Sandsteine "klopfen" (zurecht hauen) damit sie unter anderem auch ihre Burg bauen konnten. |
| Alerheim | 86733 | Schollaglopfr |
Schollenklopfer mussten die Schollen auf lehmigem boden zerstören (zerschlagen) |
| Allersberg | 90584 | Droudze-icher |
Drahtzieher Allersberg ist neben Freystadt die Wiege der deutschen Drahtzieherzunft. Der erste wirtschaftliche Aufschwung des Marktes ist den Drahtziehern zu verdanken. |
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Altenfelden (b. Allersberg) |
90584 | Sandhoosn |
Sandhasen Der Boden um den Ort ist sehr sandig. |
| Altenmuhr | 91735 |
Schnougng Schnougnfessâ |
Schnaken Schnakenfresser feuchte Wiesen, begünstigten die Entwicklung der StechmückenSiehe Sprüche ! |
| Ansbach | 91522 | Wolfshängâ |
Wolfshenker 1685 trieb ein Wolf angeblich sein Ungemach in den Wäldern um Ansbach. Schließlich ging er seien Jägern in die Falle, als er einen mit Reisig überdeckten Brunnen überqueren wollte. Da Tier stürzte in die tiefe und die wartenden Häscher steinigten den "bösen" Wolf. Der Markgraf aber verlangte, dass der Wolf nach Onoldsbach gebracht werde, damit alle sähen, dass die Bestie wirklich tot sei. Man schlug ihm die Schnauze ab und setzte ihm eine Maske mit menschlichen Zügen auf. auch Perücke und Bart wurden angebracht, sogar menschliche Kleidung zog man ihm an. Anschließend henkte man ihn am Schnellgalgen. Man vermutete gar, der kürzlich verstorbene, von allen verhasste Bürgermeister Leicht, kehre zum Wehrwolf mutiert in dieser Gestalt wieder. Damit nicht zu viel Unsinn ins Kraut schieße, hatte der Markgraf befohlen, den gesteinigten Wolf öffentlich aufzuhängen. Seitdem nennt man die Ansbacher Wolfshenker. |
| Appetshofen | 86753 | Häweter |
Heuwetter Siehe Sprüche !Häweter flieag Appetshofa zua!.. flieg nach AppetshofenDie Appetshofener schickten dereinst, als warmes Wetter für die Heuernte ausblieb, einen der ihren zum Apotheker nach Neresheim, damit er dort Heuwetter hole. Der Apotheker packte seinem Kunden eine Hummel in ein Schächtelchen mit der Maßgabe, dass er es erst zu Hause öffnen dürfe. Nicht weit vom Dorf übermannte ihn aber die Neugier, weil es in dem Schächtelchen gar so brummte. Er öffnete es und das "Heuwetter" flog über die Fichtenspitzen davon. Er konnte nur noch hinterherrufen: "Häweter fliag Appetshofa zua" (Heuwetter flieg nach Appetshofen). Es ist nicht ratsam einem Einheimischen zuzurufen: "Fliag Appetshofa zua! |
| Auernheim | 91757 | Wasserdoaler |
Wasserteiler In diesem hoch auf dem Hahnenkamm gelegenen Ort (der höchste Ort Mittelfrankens) gab es nur einen Brunnen, der auch bei größter Hitze Wasser führte. Dieses musste geteilt werden. |
| Auhausen | 86736 | Schilfbrunzer |
In das Schilf Urinierer Wenn man ein menschliches Bedürfnis hatte, rannte man eben mal in das Schilf an der Wörnitz. |
| Baldingen | 86720 | Lämmleshenker | Lämmerhenker |
| Bamberg | 96049 | Zwiefltreter |
Zwiebeltreter Gemüseanbau vor dem Reifen müssen die Kräuter der Zwiebel umgetreten werden |
| Baunach | 96148 | Gloggenbinder Schneggenköpf |
Glockenbinder Schneckenköpfe |
| Beilngries | 92339 | Zwiifldreedâ |
Zwiebeltreter Siehe Bamberg! |
| Berching | 92334 | Hechtn |
Hechte Vor vielen Jahren führte die Sulz wieder einmal Hochwasser. Das ganze Tal von Berching bis Plankstetten glich einem großen See. Die Fische hatten daran ihre helle Freude, war doch ihr Bereich bedeutend erweitert worden. Aber so schnell die Fluten gekommen waren, so rasch kehrten sie wieder in ihr altes Bett zurück. Ein neugieriger Hecht aber hatte den Anschluss verpasst und blieb hilflos auf der Wiese liegen. Dort fand ihn ein Berchinger Bürger, der ein so wundersames Tier in seinem Leben noch nicht gesehen hatte. Er brachte deswegen seinen Fund auf das Rathaus, auf dass die Stadtväter dieses seltsame Ding erkennen sollten. Es wurde lange beraten und verhandelt und am Schluss einigte man sich, dass es ein Vogel sei. Alle Bewohner sollten diese Neuigkeit sehen. Ein Vogelkäfig wurde herbeigeschafft, der Fisch darin eingesperrt und öffentlich zu jedermanns Bewunderung ausgestellt. Viel Volk versammelte sich auf dem Rathausplatz und man beobachtete gespannt das weitere Tun des eigentümlichen Vogels. Als dieser seinen Rachen weit aufriss, um seine geplagte Fischseele auszuhauchen, hörte man viele Stimmen, welche die Nachbarn mahnten: "Seid's stad, jetzt wird er glei" singa!" Lange Zeit lebten die Berchinger sehr zurückgezogen; denn überall wo sich einer von ihnen sehen ließ, steckten die Leute die Köpfe zusammen und höhnten: "Seht, ein Berchinger Hecht!"Quelle: Stadt Berching |
| Bergen | 91790 | Sandhoosn | Sandhasensandiger Ackerboden |
| Berolzheim | 91438 | Grabfafresser |
Krapfenfresser Ein Wanderbursche bekam bei der Kirchweih überall Krapfen (Blechkuchen) und wurde dem schnell über. Er warf den Kuchen mit der Bemerkung weg: "Des solln di Grabfafressâ selbâ fressn" [Das sonnen die Krapfenfresser selber fressn] |
| Beyerberg | 91725 | Druda |
Druden = Hexen Der Hesselberg galt von alters her als Treffpunkt der Hexen in der Walpurgisnacht vergleichbar mit dem Brocken im Harz |
| Biederbach | 91639 | Graudskeebf |
Krautköpfe Um Biederbach herum – wie auch auf den Fluren von Merkendorf – baute man sehr viel Weißkraut an und belieferte damit unter anderem die ehemalige Sauerkrautfabrik in Triesdorf. Viele Bauern fuhren auch bis nach Nürnberg oder in die Georgensgmünder Gegend. Ganze Wagenladungen wurden auch in die Kaserne in Feuchtwangen geliefert. |
| Bieswang | 91788 | Gänsbaich |
Gänsebäuche Man hielt viele Gänse.siehe Sprüche! |
| Birkach | 91154 | Huzzl | Hutzel => gedörrte Zwetschgen |
| Birkenfeld | 91413 | Mäuler | Münder |
| Birkhausen | 86757 | Fuchsen | Füchse |
| Bollstadt | 86735 | Erbesbüschel | Erbsenbüschel (?) |
| Bollstadt | 86735 | Gipfelgiaßâ | Gipfelgießer |
| Bopfingen | Rankarutschâ |
Rankenrutscher Bopfingen liegt am Berg, an dessen Flanken man zum Vergnügen hinunterrutschte |
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| Bopfingen | 73441 | Gelbfiaßr | Gelbfüßler |
| Bopfingen | 73441 | Schwanzglobfr | Schwanzklopfer |
| Bopfingen | 73441 | Kadsaschloochâ |
Katzenschläger Die Bopfinger sollen Katzen gefangen haben um sie aufzuessen. |
| Brand | 91729 | Hulzknipf |
Holzstöcke (Holzknöpfe) Hinweis auf Wald in der Gemeindeflur |
| Brombach | 91729 | Hulzkatzn | Holzkatzen - siehe Brand |
| Brunn | 71725 | Hirschkäfr | Hirschkäfer |
| Brunn | 71725 | Miischdkäfr | Mistkäfer |
| Brunnau | 90584 | Sandhoosn |
Sandhasen Der Boden um den Ort ist sehr sandig. |
| Bubenheim | 91757 | Schdicklschlocher |
Schdickl Holzpfahl schlong schlagen vielleicht wie Dittenheim |
| Bühl | 86733 | Groosscheißâ | Grasscheißer |
| Burgellen | Boochschdelzn | Bachstelzen | |
| Burggrub | 91332 | Schmozbrennâ | Schmalzbrenner |
| Burgpreppach | 97469 | Kullbrennâ |
Kohlenbrenner Holzkohlenmacher |
| Burgsalach | 91790 | Hulzschliegl |
Holzschlägel großer Waldbesitz |
| Burkhardtsroth | Röhner Läushammel | ||
| Büttelbronn | 91799 | Sookhupfer | Sackhüpfer |
| Coburg | 96450 | Mohrenköpf | Mohrenköpfe |
| Dambach | 91725 | Boaner |
Knochen Dort hat man die Knochen besonders sauber abgenagt, weil man so wenig zu essen hatte. |
| Degersheim | 91719 | Kuramais |
Kornmäuse Boden ließ Kornanbau (Weizen) zu |
| Deiningen | 86738 | Kuhschwänz | Kuhschwänze |
| Diech - Scheßlitz | 98110 | Dabbm |
Hausschuhe Man hat dort aus Fahrradreifen (als Sohle) und Stoff Hausschuhe gemacht. |
| Dietfurt | 91757 | Schlotenscheißer | siehe Treuchtlingen |
| Dietfurt im Altmühltal | 92345 | Chinesen | Der Bischof von Eichstätt sagte einst zu seinem Kämmerer, dass die Dietfurter, zu wenig Lehen und Abgaben leisten und er solle dort einmal nach dem Rechten sehen.Die Dietfurter, von der Mission des Kämmerers unterrichtet, verschlossen ihre Stadttore und gewährten ihm keinen Einlass. Verärgert berichtete er seinem Bischof, dass die Dietfurter ihm wie die "Chinesen" vorkommen. Sie verschanzen sich hinter ihrer Mauer und nehmen keine Notiz von einem bischöflichen Kämmerer.Wie lange es her ist, dass man die Dietfurter "Chinesen" nennt, weiß niemand genau. In Urkunden der Stadt ist dieses Wort nie erwähnt worden. Einen Nachweis aber bietet der "Kalender für kath. Christen auf das Schaltjahr 1860" und ein wissenschaftlicher Artikel des Eichstätter Pastoralblattes von 1869, in denen das Dietfurter Gebiet als "Chinesenviertel" genannt ist.Diese gültige Schrift setzt einen großen Bekanntheitsgrad des Spitznamens voraus, der wiederum auf ein (schon damals) sehr hohes Alter schließen lässt.Quelle: Stadt Dietfurt |
| Dinkelsbühl | 91550 | Blausiadr |
Blausieder In Dinkelsbühl gibt es seit je her sehr gute Fischgerichte, etwa Karpfen blau. Jedes Jahr im Herbst werden noch heute delikate Fischgerichte in den Wirtshäusern angeboten. |
| Dittenheim | 91723 | Schrollenbumpser |
Schrollen Schollen, bumpsen hier: zerschlagen Der Lehmboden der Felder von Ortschaften, die auf dem schwarzen Jura (Lias) liegen, wird bei Trockenheit sehr hart. Wollte man die Felder bestellen, mussten die hart gewordenen Schollen mit Stöcken oder Hacken zerschlagen werden, eine sehr mühevolle, harte Arbeit. |
| Döckingen | 91805 | Kazzâkodâ | Kater |
| Dollnstein | 91795 | Fahnaflicker |
Fahnenflicker Die Dollnsteiner hatten dereinst eine in die Jahre gekommene Fahne, die schon recht zerschlissen war. Daher beschloss man, eine neue zu kaufen. Anstatt sie in ihrer neuen Pracht zu verwenden, zerschnitten sie dieselbe und flickten damit die alte. |
| Donauwörth | 86609 | Maijakeefâ |
Maikäfer Es geht di Mär, dass ein Schelm in Donauwörth seine Zeche mit einer Schachtel, in der es kräftig rumorte, bezahlte. Er behauptete, dass etwas ganz Besonderes darin wäre, man dürfe die Schachtel aber erst öffnen, wenn der Geselle nicht mehr zu sehen wäre. Als man später das Behältnis voller Spannung öffnete, surrten nur Maikäfer in den Abendhimmel. |
| Dörflein | 91617 | Gaasböck | Ziegenböcke |
| Dornhausen | 91741 | Schienazeicher |
Schienenzieher man musste Dienste beim Bau der Bahnstrecke Pleinfeld Gunzenhausen leisten |
| Dornstadt | 86736 | Hulzkadsn |
Holzkatzen Waldbestand |
| Dörrnwasserlos | 96110 | siehe Sprüche | |
| Dürren-zimmern | 86720 | Miischdgablr | Mistgabler |
| Ebenried | 90584 | Daibolln |
Teigbollen (Teig ist hier Lehm) Der Boden um Ebenried ist sehr lehmig |
| Ebermergen | 86655 | Wassâmais | Wassermäuse |
| Edersfeld | 91710 | Hulzgicker |
Holzhauer siehe Brand |
| Ehingen | 86741 | Raffer |
Raufer Die Bewohner von Ehingen galten als sehr rauflustig, siehe auch SprücheAus Ehingen wird erzählt, dass junge Burschen dort Jagdpacht bezahlen mussten.Wollte nämlich ein Bursch von auswärts in den Ehinger Jagdgründen ein Mädchen besuchen, so verlangten die einheimischen jungen Männer eine sogenannte Jagdpacht. Es soll vorgekommen sein, dass man etwa am Auto des Auswärtigen die Räder abmontierte um so dem Verlangen nach dem Pachtzins Nachdruck zu verleihen. Dieser musste dann nicht unter 20 Liter Bier oder etwa 30 "Trink"-geld entrichtet werden. Dies geschah auch einmal einem jungen Mann, der ein Mädchen nur nach Hause gefahren hatte, weil sie sonst keine Fahrgelegenheit hatte. |
| Ehingen | 86741 | Nebelsturer |
Nebelstocherer nördlich des Hesselbergs war es oft sehr nebelig |
| Ehringen | 86757 | Affa | Affen |
| Eichstätt | 85072 | Sausoogschleifer |
Sausackschleifer Ein Sausack ist ein Presssack oder Schwartenmagen.Von den Eichstättern erzählt man sich folgende Geschichte:Einstens liebten sie ihren Bischof sehr. Weil sie ihn eh mit ihren Steuern verköstigen mussten kamen sie auf die Idee, ihm einen Sausack zu schenken. Um ihre Verehrung für den hohen Herrn auszudrücken, machten sie ihm einen so großen Sausack, dass sie ihn nicht mehr tragen konnten. Sie mussten ihn wohl oder übel übers Pflaster schleifen.Oder:Sie mochten ihren Bischof gar nicht. Deshalb übergaben sie ihm einen alten, vertrockneten Sausack. Von diesem musste man die Schwarte gar mit der Schleifscheibe entfernen. |
| Eismannsdorf | 90584 | Goaßnöidâ |
Ziegennötiger In Eismannsdorf wollte ein Ziegenhalter Nachwuchs von seiner Geiß haben. Sein Bock machte aber keinerlei Anstalten, seiner Aufgabe nachzukommen. Deshalb "nötigte" sein Halter das Tier, seine Pflichten zu vollziehen. |
| Ellingen | 91792 | Schlotenscheißer |
siehe Treuchtlingen hier die Wiesen an der Rezat siehe Sprüche! |
| Ellingen | 91792 | Schlossherrn | Anspielung auf das Schloss des Deutschen Orden. |
| Engelhardsberg | 91346 | Hadelbauern | |
| Enkering | 85125 | Galgngdenglâ |
Galgendengler sie dengelten am Galgen ihre Sensen |
| Enkingen | 86753 | Hungaleidâ | Hungerleider |
| Eppersdorf | Sandhoosn |
Sandhasen sandiger Boden |
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| Erl | 85229 | Boochschdelzn |
Bachstelzen am Bach gelegen |
| Ettenstatt | 91796 | Boochbrunzer | Bachurinierer |
| Etting | 86641 | Gänskräng | Gänsekragen |
| Fessenheim | 86759 | Dunnerschdoochs-he-id | Donnerstagshüte |
| Forchheim | 91301 |
Mauerscheißer als Städter hat man sein Geschäft an der Mauer verrichtet |
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| Frauendorf | 96231 | Schleachascheißâ | Schlehenscheißer |
| Freystadt | 92342 | Bflaschderscheißer |
Pflasterscheißer Neckerei für Stadtbevölkerung, weil es in der Stadt gepflasterte Straßen gab. |
| Frickenfelden | Schdobfâ | Stopfer | |
| Frickenfelden | 91710 | Schbooznbroudâ |
Spatzenbrater ärmliche Gegend, man briet sogar "Spatzen" |
| Fünfstetten | 86681 | Schneabrennr |
Schneebrenner Den Fünfstettern gefror einmal die Wasserleitung im Boden ein. damit das Wasser wieder fließen konnte, entfachte man über dem Leitungsverlauf ein Feuer. Ein neugieriger Wandergeselle wollte wissen, was man da tue. Er bekam zur Antwort: "Wir verbrennen gerade den Schnee." |
| Fünfstetten | Schneabrennr | Schneebrenner | |
| Fürnheim | 91717 | Holzkatza |
Holzkatzen Die Fürnheimer mussten für den Fürsten von Öttingen das Brennholz in seinen Wäldern zusammentragen. |
| Furth im Wald | 93437 |
Drachentöter siehe Drachenstich in Furth im Wald (Internet) |
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| Gänswirtshaus(bei Weißenburg) | 91781 | Boochbumber |
Sumpfdotterblumen feuchte Gegend |
| Gasseldorf | 91320 | Haberochsen | Haferochsen |
| Gemeinfeld | 97496 | Graudscheißâ | Krautscheißer |
| Gelbelsee | 85095 | kalds Hirn |
kaltes Hirn auf dem Jura gelegen |
| Gemünden am Main | 97737 | Goschnhobler |
solche, die einem anderen über den Mund fahren Goschn Mund, Hobler eigentlich Hobler, hier: darüber fahren oder Leute, die gerne jemandem auf die "Goschn" schlagen |
| Gerolfing | 85049 | Moierkäfer |
Maikäfer In Gerolfing hatte einmal ein Handwerksbursch eine ordentliche Zeche gemacht. Als es ans Bezahlen ging, übergab er der Wirtin eine Schachtel mit "wertvollen Uhren". Damit sie ihm glaubte, ließ er sie sogar an der Schachtel horchen, damit sie die "Uhren" ticken hören konnte. Natürlich ward der Handwerksbursch nie mehr gesehen, und die Wirtin musste bei Nachschau in der Schachtel, die sie als Pfand erhalten hatte, tote Maikäfer entdecken. |
| Gersdorf | 91790 | Schdosserli |
Dummerle Leute aus größeren Orten hielten die Bauern auf den Dörfern oft für ein wenig beschränkt und einfältig. Ein "Schdosserla" ist die Bezeichnung für einen etwas unbeholfenen Menschen |
| Gnotzheim | 91728 | Wassâmännâ | Wassermänner |
| Gietlhausen | 86633 | Gribbsluuch | Loch in dem Leute wohnen, die Stehlen (gribbsen stehlen) |
| Göggelsbuch | 90584 | Roumbladdn |
Rübenplatte Der Boden in der Gegend um Göggelsbuch ist sehr lehmhaltig und deshalb gut für den Rübenanbau |
| Gösseldorf | 91344 | Luxn | Luchse |
| Gräfensteinberg | 91729 | Henggâ |
Henker vielleicht stand dort weithin sichtbar ein Galgen |
| Greding | Duaroschneider |
Torabschneider Die Gredinger werden seit dem Mittelalter die Torabschneider genannt.Das kommt daher, dass im Winter das Eichstätter Tor oft zugefroren war. Somit war es nicht möglich, in die Stadt oder hinaus zu kommen. Nach langem Überlegen kamen die Räte der Stadt auf die glorreiche Idee, das Tor abzuschneiden. |
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| Greiselbach | 91634 | Wulfsfängâ | Wolfsfänger |
| Großorheim | 91522 | Boggfarzer |
Bockfurzer Sie furzten wie Ziegenböcke. |
| Guggenmühle (b. Allersberg) | 90584 | Sandhoosn |
Sandhasen Der Boden um den Ort ist sehr sandig. |
| Gundelsheim b. Möhren | Presssaggfressâ |
Presssackfresser aßen gerne und oft Pressack - Armeleuteessen |
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| Gundelsheim b. Möhren | 91757 | Knobbern |
Knoppern harte Menschen / listige Menschen |
| Gunzenhausen | 91710 | Pflaschdâscheißâ |
Pflasterscheißer Gunzenhausen hatte, als Stadt gepflasterte Straßen. Musste man seine Notdurft verrichten versteckte man sich nicht selten schnell in einer Hofeinfahrt. Es kann auch der Neid der Bewohner aus dem Umland zum Ausdruck kommen, denn dort waren die Straßen meist unbefestigt. |
| Gunzenhausen | 91710 | Schloudnscheißâ |
Schlotenscheißer siehe Treuchtlingen |
| Haardt | 91781 | Hulzglozzâ |
Auf das Holz glotzen (mit starrem Blick schauen) Haardt ist ringsum von Wald umgeben. Egal in welche Richtung man blickt, immer schaut man auf eine Waldfront. |
| Hagenau | 91757 | Walâgnobbern |
Weilerknobbern eigensinnige Leute, die in einem Weiler wohnten |
| Hainsfarth | 86744 | Hummelwäschâ | Stierwäscher |
| Hallstadt | 96103 | Grabfabaggâ | Krapfenbäcker |
| Hammelburg | 97764 | Schlabbmbauern | Schlappenbauern |
| Harburg | 86655 | Hosenlupfer | Hasenanheber |
| Harrhof (b. Allersberg) | 90584 | Sandhoosn |
Sandhasen Der Boden um den Ort ist sehr sandig. |
| Haßfurt | 97437 | Hulzknipfl | Holzstöcke siehe Brand |
| Haßfurth | 97437 | Hoosn | Hasen |
| Heblesricht (bei Allersberg) | 90584 | Kazznbean-schneidâ |
Katzenbärenschneider Ein Katzenbär ist ein Kater. Ein solcher wurde von den Heblesrichtern einst "geschnitten", d.h. kastriert. Vielleicht stellte man das etwas ungeschickt an. |
| Hechlingen | 91719 | Kuramais | Kornmäuse |
| Heidenheim/ Hahnenkamm | Schouflais |
Schafläuse Der karge Boden rund um Heidenheim ließ nur Schafzucht zu |
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| Herkheim | 86720 | Rangarudschâ |
Rankenrutscher Herkheim lieg unterhalb eines Abhangs |
| Heroldingen | 86655 | Rankenrutscher | |
| Herzogenaurach | 91074 | Flaggng |
man flaggd sich auf das Sofa, heißt man legt sich auf das Sofa Im Dialekt nennt man Tauben dort Flaggng Herzogenauracher Burschen und Männer sollen sich öfter mal in "fremma Schlääch neigeflaggd hom" (sich in fremde Betten [Taubenschläge] gelegt haben) und erst anderntags wieder nach Hause gekommen sein, besonders wenn sie zur Kirchweih in Höchstädt waren. |
| Herzogenreuth | 91332 | Klößtiegel | Hexn |
| Heuberg | 91781 | die Fürsichtigen | Vorsichtigen |
| Hilpoltstein | 91161 | Geißböck | Ziegenböcke |
| Hilpoltstein | 91161 | Bflaschderseucher |
Pflasterurinierer Leute, die auf das Pflaster urinierenneidisch abfällige Bezeichnung für Bewohner einer Stadt, in der die Straßen schon gepflastert waren. (oberpfälzischer Einfluss seuchen im Mittelfränkischen eher brunzen) |
| Höchstadt/Aisch | 91315 | Reudl |
Roder reudeln = roden -->reuthen Ein Reudl ist ein etwas grober Mensch. Da die Höchstdter viele Bäume fällen mussten, wozu man grobes Werkzeug braucht, soll dies auf sie selbst abefärbt haben, sie seien halt etwas grob. |
| Hohenpölz | 91332 | Schdennsingâ | Sternsinger |
| Hohentrüdingen | 91739 | Kerschlschlitzer |
Kirschenschlitzer Kerschlschlitzer nennt man die droben vom Berg überall im Hahnenkamm und im Nordries. Dank ihrer sonnigen Südhänge können die Trüdinger jedes Jahr die besten und süßesten Kirschen der ganzen Umgebung ernten. Kein Wunder, dass man sie in klingende Münze umzutauschen versucht und möglichst nicht zu knapp!Eines Tages wog ein Hohentrüdinger wieder einmal auf dem Oettinger Obstmarkt 'a Pfündle' Kirschen ab. Es wollte und wollte die Waage nicht ins Gleichgewicht kommen, und der Bauer hatte seine liebe Not! Nahm er eine Kirsche weg, senkte sich die Seite mit dem G'wichtl, tat er die Kirsche wieder drauf, war die Waagschüssel zu voll und neigte sich zu seinen Ungunsten. Was blieb dem armen Bauern anderes übrig, als die Frucht auseinander zu schlitzen?! |
| Hohentrüdingen | 91739 | Bressaggdreschâ |
Preßsackdrescher Noch eine andere Begebenheit ereignete sich anfangs der dreißiger Jahre droben in Hohentrüdingen. Als das Elektrisch noch nicht unter Putz lag, soll es vorgekommen sein, dass ein Igel schon des öfteren die Leitung an- und abgenagt und so einen Kurzschluss verursacht hatte. Als wieder einmal das Licht ausging beim schönsten Schafkopf in der Rockenstube schlichen sich einige Burschen hinaus in den Schuppen und droschen mit Prügeln auf den vermeintlichen Übeltäter ein, der noch auf dem Tisch saß. Erst am nächsten Morgen gewahrte man, dass die Tapferen einen Presssack verdroschen hatten. Presssackdrescher heißen sie seitdem auch, die von Hohentrüdingen. |
| Holzingen | 91781 | Doochlodnscheißer |
Dachtürscheißer einer der vom Doochloden (Türe im Dachfirst über dem Stalleingang) herab seine Notdurft verrichtet. Ein Bauer habe sein großes Geschäft aus dem Dachladen (Türe auf der Tenne über dem Stalleingang, zum Transport von Säcken etc) verrichtet, weil er es bis ins Herzhäusel nicht mehr geschafft hätte. Dabei ist er beobachtet worden. |
| Holzkirchen | 97292 | Madlschiabâ | Mantelschieber |
| Hundsdorf | 91796 | siehe Sprüche! | |
| Igelsbach | 91720 | Hulzkadzn | Holzkatzen à Brand |
| Ingolstadt | 85000 | d" Schanzâ |
die Schanzer Zur Befestigung Ingolstadts wurden Schanzmauern gebaut, die das einfache Volk mit Schaufel und Schubkarre errichten mussten. |
| Itzingen | 86653 | Gänssaddlâ | Gänsesattler |
| Kalbensteinberg | 91720 | Huzzlsägg |
Zwetschgensäcke Huzzln sind getrocknete Zwetschgen |
| Kehl | 91781 | Wolkenschdierâ |
Wolkenschieber Kehl liegt hoch über Weißenburg an der Albkante - den Wolken nahe. Die Wolken störten die Kehler immer wieder. Da kam einst ein Handwerksbursch vorbei, der machte ihnen weiß, er wüsste einen guten Rat. Er ließ sich gut bezahlen und empfahl dann den Kehlern, die Wolken mit langen Stangen einfach weg zu schieben. |
| Kemmern | 96164 | Guggugg | Kuckuck |
| Kipfenberg | 85110 | Goaßhenggâ |
Ziegenhenker Kipfenberg umgab eine Stadtmauer. Auf der Mauer wuchs im Laufe der zeit Gras. Da kamen die Kipfenberger auf die Idee, eine Geiß auf die Mauer zu bringen, damit sie das Gras abweiden könne. Gesagt, getan wurde die arme Ziege an ein Seil gebunden. die Schlinge lag um den Hals. die wackeren Kipfenberger zogen auch kräftig an. Bald hing dem Tier sogar die Zunge aus dem Maul. Daraus schlossen die Kipfenberger: "Schau nur wie begierig die Goaß auf das Gras ist." Als sie ihre Goaß aber auf der Mauer hinstellen wollten, mussten sie feststellen, dass sie dieselbe mit dem Strick gehenkt hatten. |
| Kirchaich | 97514 | Moggln |
Zapfen von der Lärche |
| Konstein | 91809 | Bfannafliggâ |
Pfannenflicker eigentlich fahrendes Volk hier auch möglich durch Glasindustrie. Glas wurde in Pfannen geschmolzen, diese mussten ab und an repariert werden |
| Kornmühle (b .Allersberg) | 90584 | Roumbladdn |
Rübenplatte Der Boden in der Gegend um die Kornmühle ist sehr lehmhaltig und deshalb gut für den Rübenanbau |
| Kösching | 85092 | Mandlfliggâ |
Mantelflicker Der Mantel des Herrn Pfarrer war alt und löcherig geworden. Deshalb beschloss die Gemeinde, dem hochwürdigen Herrn einen neuen Mantel zu kaufen. Aber anstatt ihm diesen zu schenken, schnitt man Stoffteile aus dem neuen Mantel, um die Löcher des alten zu flicken zu können. |
| Köttensdorf | 96110 | Sandhosn | Sandhasen |
| Kröttenbach | 91743 | Di Schdoodlkooder |
Die Stadelkater Dort findet man bei jedem Gehöft mehrere Stadel. |
| Kurzenaltheim | Schluderfresser |
Sauermilchesser Schluder ist geronnene, saure Milch deutet darauf hin, dass man sehr arm war. |
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| Lampersdorf | 90584 | Roumbladdn |
Rübenplatte Der Boden in der Gegend um Göggelsbuch ist sehr lehmhaltig und deshalb gut für den Rübenanbau |
| Langenaltheim | 91799 | di Schoufbrauna |
Schafbraunen Die Langenaltheimer verkauften oft die Wolle ihrer Schafe auf dem Markt in Treuchtlingen. Einmal hatte ein Anbieter braune Wolle von einem dunklen Schaf dabei und erzielte einen höheren Preis, weil das ungewöhnlich war.Das veranlasste einen geschäftstüchtigen Langenaltheimer, seine Schafwolle zu färben. Leider begann es am Markttag zu regnen und der Schwindel wurde offenkundig, weil die Farbe als braune Brühe unter dem Stand davonlief. |
| Langlau | 91738 | siehe Sprüche! | |
| Laub | Zwiifldreedâ | Zwiebeltreter | |
| Laubenzedel | 91710 | Schluderfresser |
Sauermilchesser Schluder ist geronnene, saure Milch in Laubenzedel stand einmal eine Molkerei, für arme Leute aus dem Dorf blieb nur der "Schluder" als Lebensmittel |
| Lauf | 91207 | Gaskaafer | Ziegenkäufer |
| Lehmingen | 86732 | Sausäck |
Presssäcke Schwartenmagen - Presssack |
| Leidingsdorf | Hulzkadzzn | Holzkatzen | |
| Lellenfeld | 91722 | Mongoln |
Mongolen auffällig viele Menschen mit asiatisch aussehenden Augen, geschlitzte Augen |
| Lellenfeld | Sandhoosn |
Sandhasen Hinweis auf Sandboden |
|
| Lentersheim | 91725 | Hoosnfe-iß |
Hasenfüße Einst sollen die Lentersheimer am Hesselberg einen Hasen mit einem Fuß erspäht haben. Als sie ihn einfangen wollten, verschwand das Häslein in einer Höhle. Die Lentersheimer ließen darauf hin ein Seil in die Höhle hinab. Als sie es wieder herauf zogen, in der Hoffnung, der Hase habe sich daran gefangen, hing aber nur ein Hasenfuß daran. |
| Leutzdorf | 91327 | Frösch | Frösche |
| Lichteneichen | 04769 | Braißnsiidâ | Preußensieder |
| Lichtenfels | 96215 | Dümpfer |
Deichschöpfer In Lichtenfels verläuft der Mühlbach neben dem Main. Einmal zu Kriegszeiten - wollten die Lichtenfelser ihre Pretiosen in Sicherheit bringen. Man kam auf die Idee, die Dinge im Mühlbach zu versenken. Als die Gefahr vorbei war, mussten die wertvollen Gegenstände im Mühlbach wieder gehoben werden. Dazu musste man ihn ausschöpfen. |
| Lohr am Main | 97816 | Mopper | für geborene Lohrer |
| Lohr am Main | 97816 | Schnüdl | für zugezogene Lohrer |
| Löpsingen | 86720 | blinde Küah | blinde Kühe |
| Maihingen | 86747 | Graudsköbf | Krautköpfe |
| Marktoffingen | 86748 | Parler | |
| Marktredwitz | 95615 | Ölpuper | |
| Marktredwitz | 95615 | Saubeschlocher |
Schweinebeschläger schlugen Schweine Hufe an die Füße |
| Mauk | 91166 | Raamschleggâ |
Rahmschlecker In Zeiten in denen es in den Häusern noch keine Kühlschränke gab, suchte man nach kühlen Orten, wo man leicht Verderbliches leichter aufbewahren konnte. Deshalb kamen drei Mauker Bäuerinnen auf die Idee, ihre Milch, besonders den Rahm in der Kirche abzustellen. Der Mesner aber naschte gerne an dem süßen Rahm. Einsmals hätten ihn die Bauersfrauen fast beim Schlecken erwischt. Schnell versuchte er sich zu verdrücken, nicht ohne dem Heiligen Sebastian, dessen Statue auf dem Altar stand, ein bisschen Sahne um den Mund zu schmieren und schnell durch die Sakristei das Weite zu suchen. Der Schwindel kann aber doch heraus. Seitdem stellt man keine Weidlinge mit Milch mehr ins Kirchlein. Die "Rahmschlecker" sind die Mauker aber geblieben. |
| Mauren | 86655 | Hulzschliiechl | Holzschlegl |
| Megesheim | 86750 | Schoofrubfâ | Schafrupfer |
| Meinheim | 91802 | Galoppen | siehe Sprüche |
| Merkendorf | 91732 | Graudsköbf |
Krautköpfe in der Gegend wurde viel Kraut angebaut |
| Michelau | 96247 | Fresskröten | |
| Michelbach | 9234 | Säckooschneider | Säckeabschneider |
| Miltenberg | 63897 | Schdaddscheißer | Stadtscheißer |
| Mitteleschen-bach | 91734 | Hunna | Hunnen |
| Mitteleschen-bach | 91734 | Bauchâ | Leute mit großen Bäuchen |
| Möhren | 91757 | Beddlsäggl |
Bettelsäcke für Bettler Man war sehr arm in diesem Dorf siehe Sprüche! |
| Monheim | 86653 | Herrgoddsboodâ |
Herrgottsbader Einst gingen die Monheimer nach Wemding Wallfahrten. Die Straßen waren damals recht staubig, so war auch das Tragekreuz an der Spitze des Zuges sehr staubig geworden. Man wollte aber nicht in Maria Brünnlein mit einem staubigen Herrgott am Kreuze erscheinen. Deshalb wusch man es kurzerhand in einem Weiher am Ortsrand von Wemding. |
| Mönning (b. Allersberg) | 90584 | Schnürbfl, |
Schnerpfel (Ende einer Wurst, da wo sie zusammengebunden ist, auch Anschnitt eines Brotlaibes) Der Ort sieht aus der Luft aus, als sei er in der Mitte "zusammengebunden" |
| Mörnsheim | 91804 | Stieglitzfanger |
Stieglitzfänger Einst entwich einem Mörnsheimer sein geliebter Stieglitz. Mit großem Geschrei lief er auf die Straße. Seine Freunde wollten ihm einen Gefallen tun und beim Einfangen helfen. Deshalb schlossen sie die Markttore. Den Stieglitz freilich erwischten sie nicht mehr.Mörnsheim ist auch bekannt durch seinen Salzkuchen. Dabei handelt es sich um eine Art Semmel, die in der Mitte ein Delle eingedrückt bekommt. Dort hinein gibt man Mehl, Salz und Petersilie. Eine begehrte Leckerei! |
| Möttingen | 86753 | Trassbarone | |
| Möttingen | 86753 | Neblfressâ | Nebelfresser |
| Muhr am See | 91735 | Schnoogn |
Schnaken = Stechmücken sumpfiges Gebiet |
| Munningen | 86754 | Wenzlöscher | |
| Mühlheim | 91804 | Boochscheißâ | Bach scheißer |
| Nasswiesen | 91757 | Waalergnobbern | Weilerknobbern |
| Nennslingen | 91790 | Weiherbrunzer |
Weiher an der Anlauter Gänsehaltung siehe Sprüche! |
| Nennslingen | 91790 | Gänsbaich |
Gänsebäuche Man hatte (an der Anlauter und in den Weihern) viele Gänse |
| Neubrunn | 97277 | Schdoaglobfâ | Steinklopfer |
| Neuenmuhr | 91735 | Gaasbockreiter |
Ziegenbockreiter Schnookn siehe Altenmuhr |
| Neuheim | 91757 | Walergnobbern | Weilerknobbern |
| Neumarkt/Opf | 92318 | Moobiffe |
Moosbüffel für viele Oberpfälzer zutreffend |
| Niederhofen | 91781 | Schmalzkuttler |
Schmalzspucker waren für ihr gutes Gänseschmalz bekannt, deshalb nannte man den Ort auch Schmolzgroub (Schmalzgrube) |
| Nördlingen | 86720 | Loamsiadr | Leimsieder |
| Nürnberg | 90400 | Herrgodds-schwäzzâ |
Hergottsschwärzer Habt ihr das großmächtige Kruzifix schon gesehen, das zwischen den beiden Türmen der Sebalder Kirche an der Außenseite des Mittelfensters hängt?Seht es euch nur an, denn mit ihm hat es eine besondere Bewandtnis. Schwarz und düster hängt es hoch droben, und es soll doch ehedem ganz aus Silber gewesen sein und wie der helle Sonnenschein geglitzert und gegleißt haben. Die Nürnberger waren ordentlich stolz darauf, und es ist nicht zu bezweifeln, daß andere Städte sie um dieses Kunstwerk beneideten. Da kam der große Krieg ins Land, und der Rat hatte neben vielen Sorgen auch Angst um das silberne Kruzifix. Es wurde deshalb Befehl gegeben, den Heiland samt seinem Kreuz abzunehmen und mit einer dicken Rußfarbe zu beschmieren, damit die feindlichen Horden das edle Metall nicht erkennen konnten.Und so geschah's. Der Krucifixus wurde heruntergeholt, mit einem tintenschwarzen Brei überpinselt und dann wieder hinaufgezogen. Die pfiffigen Nürnberger lachten sich ins Fäustchen und waren stolz auf ihren klugen Rat. Sie standen rings um den Kirchenplatz, schmunzelten und nickten sich profitlich zu.Aber da fing einer, ein ganz Frecher und Kecker, unbändig zu lachen an. Alle bestürmten ihn und fragten, was er denn habe und warum er in diesen schlechten Zeiten so übermütig sei. Er aber deutete bloß mit dem Finger hinauf auf die Fußsohlen des schwarzen Christus und - jetzt sahen es alle: Die Fußsohlen hatte man vergessen. Sie glitzerten noch in silbrigem Schein.Wahrscheinlich hat man den Heiland daraufhin ein zweites Mal abgenommen, um ihm auch die Fußsohlen mit Farbe anzupinseln; denn heute noch hängt der Krucifixus kolkrabenschwarz an der Kirche. Doch von dem Tag an hieß man die Nürnberger spöttischer Weise die "Herrgottschwärzer"; denn der Mann, der so frech gelacht hatte, erzählte mit großem Eifer diese Schildbürgerei allüberall. Er soll nämlich aus Fürth gewesen sein. So konnte er den ungeliebten Nürnbergern eins auswischen.Quelle: Nürnberger Sagen |
| Oberasbach bei Gunzenhausen | 91710 | Schrollenpumbsâ | siehe Dittenheim |
| Obererlbach | 91729 | Boochscheißer |
Bachscheißer Bach fließt durch den Ort |
| Oberhaid | 96173 | Sandhoosn | Sandhasen |
| Oberhochstatt | 91781 | Rangarutscher |
Rankenrutscher steil abfallendes Gelände an der Jurakante |
| Oberleinleiter | 91332 | Säutreiber | Schweinetreiber |
| Obermögersheim | 91717 | Schaafrubfâ |
Schafrupfer Man sagt die Obermögersheimer hätten ihre Schafe nicht geschert, sondern gerupft.Jagdpacht siehe Ehingen |
| Obermögersheim | 91717 | Schdöck |
Stöcke Ein Stock ist ein Baumstupf - wenn man sagt: der is su eingsinni we-i a Schduuk, meint man, auch einen wortkargen, linkischen Menschen oder einen, der so stur ist, wie ein Stück Holz. |
| Oberschwaningen | 91743 | Schrollnpumpsâ | siehe Dittenheim |
| Oberwurmbach | 91710 | Schoufsfe-iß |
Schafsfüße Hinweis auf Schafhaltung |
| Schrollnbumbsâ | siehe Dittenheim | ||
| Oettingen | 86732 | Hungrleidr | Hungerleider |
| Ornbau | 91737 | Krautsköpf |
Krautköpfe Hinweis auf Krautanbau |
| Ostheim | 91747 | Gugghubfschälâ |
Guglhupfschäler Ein Guglhupf ist ein Backwerk, das die Form einer Gugl = Kappe, Kapuze hat. Wahrscheinlich hatte man einmal Probleme, das Backwerk aus der Form zu bekommen. |
| Ötting | 86700 | Schnurrbärt | Schnurrbärte |
| Pappenheim | 91788 | Baggdrochschüzzn |
Backtrogschützen Ein etwas angetrunkener Nachtwächter hat einen in der hochwasserführenden Altmühl treibenden Backtrog, der von der oberhalb gelegenen Grafenmühle weggeschwemmt worden war, als vermeintliches Wasserungeheuer "erschossen" |
| Pavelsbach | 92353 | Säggoscheida |
Säckeabschneider Um einen (Zentner-)Sack voll aussehen zu lassen, schnitt man ihn einfach ein wenig kürzer |
| Pfäffingen | 72119 | Kaadrscheidr | Katerschneider |
| Pfofeld | 91738 | Lahmdredâ |
Lehmtreter Hinweis auf lehmigen Boden |
| Pleinfeld | 91785 | die Haderâ |
Haderer - hadern mit etwas Diesen Namen bekamen die Pleinfelder wegen ihrer vielen Prozesshändel. Ein alter Landrichter, der seine Pleinfelder gut kannte, hat oft seine Sitzungen mit dem Ausspruch begonnen: "Wie viele Hadergeschichten haben wir denn heute wieder?" |
| Pleinfeld | 91785 | die Büttnerhannesn |
die Hannes Büttner Diesen Spitznamen gebrauchte das umliegende Landvolk gerne, wenn man einen Pleinfelder, der sich besonders klug wähnte, aufziehen wollte. Der Büttner Hannes war nämlich ein einfältiger dickköpfiger Mensch, der immer alles besonders klug zu machen glaubte, aber immer genau das Gegenteil erreichte. Zur damaligen Zeit hatte ein vormaliger Bürgermeister den Spitznamen "Krutziputzi", vermutlich weil er mit diesem Begriff fluchte und nicht "Kruzitürken" sagen wollte. |
| Pleinfeld | 91785 | Sandhoosn |
Sandhasen sandige Gegend |
| Pausdorf | 96110 | Rahscheißer | Ackerrainscheißer |
| Pfaffendorf | 96187 | Pfäffla | kleine Pfarrer |
| Polsingen | 91805 | Ringalasschboozn |
Spatzen mit einem Ring man wollte damit andeuten, dass es bei Versammlungen in Polsingen immer recht lebhaft zuging, wie halt in einem Spatzenschwarm. |
| Priegendorf | 96148 | Pfiffer | Gelberlinge (Pilz) |
| Priesendorf | 96170 | Frösch | Frösche |
| Rattelsdorf | 96179 | Iger | |
| Reckendorf | 96182 | Bohnaschdanga | Bohnenstangen |
| Reckenstetten | 90584 | Deifluubinda |
Teufelanbinder Spruch: In Reggerschdian hängd da Deifl an da Kian In Reckenstetten hänght der Teufel an der Kette |
| Reimlingen | 86756 | Bergleschieber | |
| Rengersricht | 90602 | Buschenbriigel |
Reißigprügel Buschen sind klein gehackte Fichtenzweige, die man getrocknet zum Feuer entfachen benutzte. Briigl sind starke Äste - Prügel vermutlich eine Bezeichnung für Leute, die großmäulig etwas androhen und dann nicht durchsetzen können, denn Schläge mit klein gehackten Zweiglein tun ja nicht weh |
| Rittern | 91741 | Laamtreter | Lehmiger schwerer Boden |
| Röckingen | 91740 | Gretzascheißer |
Gretze-Scheißer ärmliche Gegend |
| Rohrbach | 91796 | Buudswingl |
Winkel Der kleine Ort bei Ettenstatt liegt in einem Winkel der Frankenalb. Man konnte ihn früher nur auf einer Straße erreichen, die in diesem Dorf endete. |
| Roschlaub | 96110 | Schdaabeißâ | Steinbeißer |
| Röckersbühl | 92361 | Hulzschouch |
Holzschuhe ärmliche Gegend in der man sich nur Pantoffel mit Holzsohle oder Schuhe aus Holz leisten konnte |
| Röttenbach | 91187 | Sandhoosn |
Sandhasen Einst verspottete ein Bauer aus Röttenbach seine Kollegen aus Mauk, weil die in diesem Jahr gar kleine Rüben zum Ernten hatten. Er verstieg sich sogar dazu drei Mauker Bauern ein 50 l Fass Bier zu versprechen, wenn sie im nächsten Jahr größere Rüben hätten als er. Das Wetter wollte es, dass im darauffolgenden Jahr die Mauker schöne große, die Röttenbacher dagegen eher dürftige Rüben ernten konnten. Die drei veräppelten Mauker Bauern machten sich also mit einigen besonders großen Rüben auf, um ihr Freibier einzufordern. Als sie der Röttenbacher Spötter kommen sah, nahm er Reiß aus und wollte sich im Wald verstecken, damit er das Bier nicht zahlen müsste. Die Mauker erspähten ihn aber und liefen schreiend und tobend hinterher. Das schreckte ein Häslein in einer Ackerfurche auf, dass in die gleiche Richtung wie der Feigling rannte. Da rief einer der Mauker schadenfroh: "Dou laffms, di Röimbacher Hoosn!" (Da laufen sie, die Röttenbacher Hasen.) |
| Roßdorf am Berg | 96187 | siehe Sprüche | |
| Roßdorf am Forst | 96129 | Muddrgoddesbauâ | Muttergottesbauer |
| Rudelstetten | 86733 | Sandhoosn | Sandhasen |
| Sammenheim | 91723 | Sticklhupfer |
Stockhüpfer siehe Dittenheim |
| Sand | 97522 | Wiiberla | kleine Gänse |
| Sappenfeld | 85132 | Hexen | |
| Sassanfart | Bangladesch | ||
| Schernfeld | 85132 | Hexn |
Hexen Schernfelder Hexn De-i hogga in Grezzn Dou waggld di Grezzn, dou lacha di Hexn. Schernfelder Hexen, Die sitzen in Kretzen. Da wackelt die Kretzen Da lachen die Hexen Kretzen sind Huckelkörbe |
| Scheßlitz | 96110 | Windboidl |
Windbeutel Leute, die gerne ein bisschen flunkern |
| Schlungenhof | 91710 | Gänswürchâ |
Gänsewürger Man tötete Gänse durch Halsumdrehen |
| Schlungenhof | 91710 | Gänsrupfâ |
Gänserupfer Hinweis darauf, dass man sich dort viele Gänse hielt, die vor dem Verzehr oder Verkauf das Zeitliche segnen und gerupft werden mussten. |
| Schmähingen | 86720 | Schnoagnlöschr | Schnakenlöscher |
| Schmalwiesen | 91781 | Weileroxn |
Ochsen von einem Weiler dumme Menschen aus einem Weilergebraucht von Leuten, die in größeren Ortschaften wohnten |
| Schwarzach (b. Allersberg) | 90584 | Achdavezzgâ |
48-er Dort hat man 1848 Probleme mit der Obrigkeit gehabt. Man ging in großer Not einfach in den Wald und stahl Holz. Dabei sei auch ein Förster kurzer Hand an einen Baum gebunden worden, damit er den Holzfrevel nicht stören konnte. |
| Schweinsdorf | 91616 | Drachng | Drachen |
| Schwörsheim | 86754 | Ruababuaba | Rübenbuben |
| Seligenporten | 90602 | Binsnscheida |
Binsenschneider man erntete die Binsen(hohes Schilf) von den vielen Feuchtgebieten um den Ort |
| Siegritz | 91332 | Schupfmscheißer | Leute in die Holzhütte scheißen |
| Solnhofen | 91807 | di ludderischn Zipfl |
Die lutherischen Zipfel (Leute) die Gemeinde ist in einen eher katholisch geprägten Umfeld überwiegend evangelisch |
| Staffelstein | 96231 | Bass aaf | pass auf |
| Steinbach Ufr | 91541 | Pölsterâ | Polsterer |
| Stetten | 91710 | Schrollnbumbsâ | siehe Dittenheim |
| Stirn | 91785 | Haischreggng |
Heuschrecken siehe Sprüche! |
| Streudorf | 91710 | Rabaklaur |
Rabenklauer = Rabendiebe In den Wälder gab es viele Raben (Krähen) die man einfing (evtl. um sie zu verzehren). |
| Strullendorf | 96129 | Hamper | |
| Stücht | 91332 | Lamagöger | ?-Gieger - -Hähne |
| Suffersheim | 91781 | Boochhietschn |
Bachkröten - Hietschn (Kröten) am Schambach entlang sind auch heute noch die Laichplätze vieler Kröten siehe Sprüche! |
| Suffersheim | 91781 | Wannamachâ |
Wannenmacher Die Suffersheimer waren auch dafür bekannt, dass sie kleine Wannen aus Holz fertigten. Diese wurden dann Land auf, Land ab verkauft. Oft mussten sie mit dem Fahrrad bis nach Nürnberg gebracht werden. |
| Thalmannsfeld | 91790 | Äibiersäck |
Kartoffelsäcke Kartoffelbauern |
| Thannhausen | 91738 | Sandhoosn | vergl. Pleinfeld |
| Thannhausen | 92342 | Doocherler |
Dächerler Leute, die sich auf dem Dach aufhalten Doocherler sind gleichzusetzen mit Dauberern (Taubenhaltern. Im Ort gab es viele Taubenschläge, die sich unter den Hausdächern befanden. |
| Traindorf | 96342 | Boxkübel | |
| Trendl | 91710 | Bändali |
Bändel Trendl liegt am Rieskrater. Wäre es nicht mit Bändern nach Mittelfranken gebunden, würde es ins Ries hineinfallen.siehe Sprüche |
| Tretzendorf | 97514 | Seebrunzer | Seeurinierer |
| Treuchtlingen | 91757 | SchloudnscheißâoderSchloudnbombâ |
Schlotenscheißer Schlotenbomber (Geräusch beim Sch...) Die Hirten, die mit ihren Herden den ganzen Tag auf den Wiesen an der Altmühl blieben, hatten ab und zu ein menschliches Bedürfnis. Dazu verschwanden sie in den "Schloten" (mannshohes Schilf mit Rohrkolben). Dazu passt folgende Bekanntmachung der Brauerei Schäff:Heute wird bekannt gemacht,dass niemand in die Altmühl macht!Morgen wird gebraut.Schäff |
| Treuchtlingen | 91757 | Endenjächâ | Entenjäger |
| Treuchtlingen | 91757 | Schlehafressâ |
Schlehenesser am Nagelberg gibt es reichlich Schlehenhecken |
| Trommetsheim | 91793 | Schloudnscheißâ | Schlotenscheißer siehe Treuchtlingen |
| Trossenfurt | 97514 | Käppelesrutscher | Kapellenrutscher |
| Tütschen-gereuth | 96120 | Schdaabeißâ | Steinbeißer |
| Unterasbach | 91710 | Buddenfliggâ |
Buttenrichter - -zusammenflicker Butten sind Holzwannen |
| Unterbreitelohe | 91187 |
Fresch Brallingâ Fresch |
Frösche Bralling = Breitenlohe Es gab viele Weiher, in denen Frösche quakten. |
| Unterbrunn | 96250 | Köpfer | |
| Unterleinleiter | 91364 | Vochlfärbâ | Vogelfärber |
| Unterleinleiter | 91364 | Vochlfängâ | Vogelfänger |
| Unterleinleiter | 91364 | Pletschn | |
| Untermerzbach | 96190 | Klein Pariser | |
| Unterschwaningen | 91743 | Marchgroofm |
Markgrafen Dort befindet sich ein markgräfliches Schloss. Man sagt den Unterschwaningern nach, sie würden ihren Kopf höher tragen als die Leute der Umgegend.siehe Sprüche |
| Unterwurmbach | 91710 | Schafsfüß |
Schaffüße Hinweis auf Schafe |
| Unterzettlitz | 96231 | Sandhubfâ | Sandhüpfer |
| Ursheim | 91805 | Feinschbinnâ |
Feinspinner doppelsinnige Bedeutung Leute, die alles ganz genau durchdenken oder solche, die nicht ganz recht im Kopf sind |
| Ursheim | 91805 | Bäanhaidâ |
Bärenhäuter jemand, der Dinge sehr genau durchdenkt - vielleicht hat man dort einmal einen Bären gefangen? |
| Utzwingen | 86747 | Tornister | |
| Veitserlbach | 91785 | Schnoogng |
Schnaken Stechmücken - verm. feuchtes Gebiet mit vielen Stechmücken |
| Viereth | 96191 | Maascheißer | Mainscheißer |
| Voigendorf | Russn | ||
| Volkmannsreuth | Kuckuck | ||
| Wagnersmühle (b. Allersberg) | 90584 | Sandhoosn |
Sandhasen Der Boden um den Ort ist sehr sandig. |
| Wald | 91710 | Raabaklauer | siehe Streudorf |
| Walsdorf | 96194 | di Ludderischn | die Lutherischen |
| Walting(b. Pleinfeld) | 91785 | Di Hechern |
Die Höheren Ein Bäuerlein aus Walting wurde einst auf dem Amt in Pleinfeld gefragt, wo es denn her käme. Es gab zur Antwort: "Mir sann di Hechern". Es wollte damit ausdrücken, dass Walting höher liegt als Pleinfeld |
| Wallerstein | 86757 | Bflaschdâdreedâ | Pflastertreter |
| Wasser-trüdingen | 91717 | Russa |
Russen Einst haben die Wassertrüdinger Händel mit dem Dorf Weiltingen gehabt. Einmal haben sie das Dorf sogar angegriffen und fürchterlich Prügel bezogen. Sie mussten Hasenpannier nehmen und sind, wie die Weiltinger sagten, wie die Russen wieder nach Hause gerannt. Deshalb nennt man Wassertrüdingen auch Klein Russland. |
| Wattendorf | 96196 | Nusgnaggâ | Nussknacker |
| Wechingen | 86759 | Bohnaschdengl | Bohnenstängel |
| Weichwasserlos | siehe Sprüche | ||
| Weidenbach | 91746 | Steckerlasherrn | Herren, die mit einem Stock gehen (vornehm?) |
| Weiltingen | 91744 | Halbherra | Halbherren |
| Weingarts | 91358 | Laambadschâ |
Lehmschläger (badschn – schlagen, patschen) Im Dialekt der Gegend heißt Weingarts „Maigisch“ nach einem dort ansässigen Adelsgeschlecht. Der Boden ist sehr lehmhaltig. Wahrscheinlich hat man sich das Handwerklich zu Nutze gemacht, oder es ist nur der Hinweis auf die Bodenbeschaffenheit. |
| Weipelsdorf | Kraken | ||
| Weismain | 96260 | Kauhölzâ | |
| Weißenburg | 91781 | Hanserköpf |
Weißkrautköpfe Wenn man sich von Ellingen her der Stadt Weißenburg näherte, befanden sich links von der Nürnberger Straße lauter Heimgärten, in denen die Weißenburger ihr Weißkraut anbauten. Diese leuchteten dem Ankömmling von weitem entgegen. Auch waren die Weißenburger dafür bekannt, dass sie in den umliegenden Dörfer nach Weißkraut - nouch am Hanßâ - fragten. |
| Wellheim | 91809 |
Kermzeiner Kirmzeiner |
Korbflechter Eine Kerm oder Kirm ist ein Huckelkorb. Meist wurde der aus Holzspänen geflochten |
| Wemding | 86650 | Dooskebf | "Köpfe", die aus dem Doosweiher ihr Wasser holten |
| Wemding | 86650 | Hergoddbaadr |
Herrgottsbader Einstens war dei einer Wallfahrt das Tragekreuz recht staubig geworden. Die Wemdinger wussten um Abhilfe, sie "badeten" das Kreuz. siehe Mohnheim |
| Westheim | 91747 | Knöpfelpluier | |
| Westheim | 91747 | Knöpf |
Knöpfe Als einen Knopf bezeichnete man einen Menschen, der nicht einfach zu nehmen war.Hier meint man "handfeste" Leute, die gern "handgemein" wurden. D.h. es brauchte nicht viel, um mit ihnen Raufhändel zu bekommen. |
| Westheim (am Main) | 97318 | Buddâscheißâ | Butterscheißer |
| Wettelsheim | 91757 | Boochbrunzer | Bachurinierer |
| Wettelsheim | 91757 | Doudnsche-iber |
Totenschieber Einst starb in Wettelsheim ein armer Handwerksbursch.Bevor ihm die Wettelsheimer ein Armenbegräbnis ausrichteten, das Kosten verursacht hätte, verkauften sie den Toten an die Anatomie der Universität Erlangen. (Man hat ihn "verschoben".) |
| Wettstetten | 85139 | Besnbinda |
Besenbinder einst kam der Herzog von Bayern zu Besuch. Da kamen die Wettstettener auf die Idee, die Blumen, die sie ihm zu ehren zeigen wollten, auf Stöcke zu binden, damit er sie ja sehe. Der Herzog zeigte sich sehr erfreut über die schön gebundenen "Besen", die ihm entgegengehalten wurden. Schon hatten die Wettstettener ihren Necknamen. |
| Wiesen | 96231 | Maascheißer | Mainscheißer |
| Wiesenttal | 91346 | Greizaggârâ | Kreuzackerer |
| Wilhermsdorf | 91452 | Zichainâ | Zigeuner |
| Windischhausen | 91757 | Boochbrunzer |
Bachurinierer in die Rorach siehe Sprüche |
| Windischletten | 96110 | Ichl | Igel |
| Wolfersgrün | 96346 | Gaasschwärzer | Ziegenschwärzer |
| Wolframs-Eschenbach | 91639 | Schdoodscheißâ |
Stadtscheißer Als Stadt hatte Wolframs-Eschenbach gepflasterte Straßen. Die neidischen Bewohner des Umlandes, die bei Regen durch schlammige Straßen stapfen mussten, bezeichneten die in der Stadt so. Auch deswegen, weil man früher in Ermangelung öffentlicher Toiletten seine Notdurft in einem versteckten Winkel auf das Pflaster verrichtete |
| Wörnitzostheim | 86733 | Wenzgöggl | |
| Würzburg | 97000 | Meebrunzer | urinieren in den Main |
| Wurzenbach | 92637 | Mondschbritzâ | Mondspritzer |
| Wüstenselbitz | 95233 | Heschn |
Hirschen In diesem Ort findet alle zwei Jahre ein Hirsch-Schießen statt. Vermutlich wird man deshalb geneckt. |
| Wüstenwelsberg | 96190 | Wüstenmäus | Wüstenmäuse |
| Zapfendorf | 96199 | Maascheißâ | Mainscheißer |
| Zeil | 97475 | Staahebâ | Steinheber |
In dieser Aufzeichnung geht es nicht darum, den Bewohnern eines der aufgezeichneten Orte Übles zu wollen. Der Sinn ist vielmehr darin zu sehen, unseren Nachkommen auch diese Facette des Zusammenlebens zu bewahren, weil auch das nur all zu schnell in Vergessenheit geraten wird.
Sollte ein geneigter Leser selbst von Necknamen wissen, die hier nicht aufgezeichnet sind, bitte ich um Nachricht.
So kann man mich erreichen:
Dieter Rieß
Geislohe 52, 91788 Pappenheim
Fon: 09149-242
Fax: 09149-908640
Mail: dieterjriess@web.de
Stand Donnerstag, 6. Januar 2011