Walter E. Keller Verlag

IM WEK Verlag habe ich mein Geschichtenbüchlein

"Auf Weihnachten zu"
veröffentlicht. Es enthält allerlei Geschichten auf dem Weg nach Weihnachten. Oft habe ich sie genau so erlebt. So manche Geschichte hat am Ende einen eher unerwarten Schluss. Man kann über Vieles schmunzeln aber auch nachdenken.

Ein Gedicht daraus:

A Leïcht im Fenschter

A Leïcht im Fenschter -
wer waß denn dou nu heit,
wos des bedeit?

Jed´s Jouher im Advent
nu bevuur die erschte Kerzn brennt,
dou werd su manichs Fenschter g´richt,
daß mer weit hie Leïchter sicht.

Ban aana sigscht an groußn Schdern,
der ander hout blouß aa Leïcht gern.
Der nächschte dout ums Fenschter rund
a Leïchterkettn, recht scheï bunt.

Mer kennt grood maana, es geïht um ´d Wett,
wer is scheïnschte Fenschter hätt.
Doch i glaab, daß die maschtn Leit
goar net wissn, wos des bedeit!

Des Leïcht im Fenschter, des soll soong:
Ba mir, dou kunnscht um Herberch froung!
I frouch dou net nach G´winn un Geld,
weï´s sunscht su is aff dera Welt.

Iich will bluoß helfm, bischt in Nout,
i gib der aa a Schdiggla Brout!
Sacht des ba dir dahamm dei Leïcht,
odder douscht as naus, weils scheï aussicht?

im Hochdeutschen:

Ein Licht im Fenster

Ein Licht im Fenster –
wer weiß denn da noch heut´,
was das bedeut´?

Jedes Jahr im Advent,
noch bevor die erste Kerze brennt,
da wird so manches Fenster hergericht,
dass man weithin Lichter sieht.

Bei dem einen sieht man einen großen Stern,
der andere hat nur ein Licht gern.
Der nächste macht ums Fenster rund
eine Lichterkette, recht schön bunt.

Man könnte gerade glauben, es geht um die Wette,
wer das schönster Fenster hätte.
Doch ich glaube, dass die meisten Leut´
gar nicht wissen, was das bedeut´.

Das Licht im Fester, das soll sagen:
„Bei mir kannst du um Herberg´ fragen.
Ich frage auch nicht nach Gewinn und Geld,
wie es sonst so ist, auf dieser Welt!“

Ich will nur helfen, bist du in Not,
ich geb´ dir auch ein Stückchen Brot.
Sagt das bei dir zu hause dein Licht,
oder stellst du es hinaus, weil es schön aussieht?




 

Berchgnobberng'schichtli

Zum Taschenbuchführer "Erlebnis Weißenburger Jura" habe ich Bergknobberng'schichtli beigetragen.
Sucht man etwas zum Lachen aus dem Gebiet um Nennslingen herum, wird man hier sicher auf seine Kosten kommen.

A G'schichtla:

Der Säuigel

Das kleine possierliche Tierchen mit seinem Stachelmantel heißt im Fränkischen der Säuigel. Ein solcher spielt in dieser Geschichte eine wichtige Rolle.
Der Hansl Willi war ein rechtschaffener Zimmerer, wie sein Vater auch. Er wohnte in der Syburger Straße in einem kleinen Häuschen, aus dessen Dachrinne man beinahe hätte trinken können, so knapp verlief sie oberhalb des Türstocks.
Einmal hatte er wieder gern und kräftig gebechert, und als er nach Hause kam, knurrte ihm sein Magen zu, dass er noch mit etwas Schmackhaftem gefüllt werden möchte. Der Willi ging also in die Küche und wollte sich über Mutters Vorräte, die wie üblich zum Räuchern im Schlot hingen, her machen. In der schummerigen Beleuchtung sah er aber plötzlich einen Säuigel über den Fußboden huschen. Flugs nahm er den Schrubber und erschlug den Küchenräuber trotz seines nicht unerheblichen Bodennebels.
Als die Mutter am anderen Morgen die Küche betrat, sah sie die Bescherung. Der Willi hatte nämlich nicht einen Igel, sondern einen Preßsack, der aus dem Räucherschlot der Küche auf den Boden gefallen war, ins Jenseits befördert. Zur Strafe musste der Willi sein Kraut eine ganze Weile ohne Fleischeinlage essen und seine Brotzeiten fielen auch eine ganze Zeit lang ein wenig kärglicher aus.

Demnächst

Als nächstes werde ich im WEK Verlag meine Weihnachtsgeschichte unter dem Titel
"Die ganze Weihnachtsg'schicht"
veröffentlichen. Das Büchlein wird das weihnachtliche Geschehen von Mariä Verkündigung, den Weg nach Bethlehem, die Geschehnisse dort, über die Flucht nach Ägypten bis hin zur glücklichen Heimkehr nach Nazareth enthalten. Dazu sind passende Lieder aus dem fränkischen Kulturgut und 15 Instrumentalstücke eingefügt. Als Erscheinungsdatum ist das Adventsingen im Jahre 2007 geplant. Dann veranstalte ich nämlich das WEISSENBURGER ADVENTSINGEN zum 25. Male im Kulturzentrum Karmeliterkirche zu Weißenburg.
Seit der Umgestaltung des Gotteshauses Karmeliterkirche zu einem Konzert- und Versammlungssaal im Jahre 1982 veranstalte ich dort am Samstag vor dem ersten Adventsonntag das WEISSENBURGER ADEVENTSINGEN alljährlich in ununterbrochener Reihenfolge.
--> siehe Konzerttermine -->Weißenburger Adventsingen